AfD fordert Notfallprogramm für Obdachlose

20.03.2020

Der Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg, Karsten Franck, erklärt:

 

Die AfD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg fordert vom Bezirksamt ein sofortiges Notfallprogramm für Obdachlose, damit dieser Teil der Bevölkerung nicht das erste Komplett-Opfer des Corona-Virus wird. Notunterkünfte und deren Träger müssen besser ausgestattet, Hygiene- und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt und ärztliche Versorgung vor Ort gewährleistet werden. Flächendeckende Corona-Tests bei den Betroffenen sind das Mindeste, um die Ausbreitung des Virus in den Obdachlosen-Quartieren in Berlin zu verlangsamen.

 

Für Obdachlose entwickelt sich die Covid19-Krise zu einer katastrophalen Bedrohung für Leib und Leben – und ihrem Lebensraum, die Straße. Allgemeine Schutzvorkehrungen wie Sicherheitsabstand und das selbstverständliche Händewaschen können ‚auf Platte‘ nicht umgesetzt werden. Die Ausstattung der Notunterkünfte ist minimalistisch, ärztliche Versorgung kaum gegeben. Die ehrenamtlichen Helfer gehören oftmals selbst der Corona-Risikogruppe an, Ü65 und Vorerkrankungen, und werden ihre Tätigkeit aus Eigenschutz aufgeben müssen.

 

Anstehende Ausgangssperren bedeuten für Obdachlose eine Kriminalisierung ihres Lebens. Wegen des Mangels an Unterkünften wird die Obdachlosen-Szene abtauchen müssen und damit noch unüberschaubarer. Aus einer Risikogruppe wird dadurch eine Hoch-Risikogruppe. Deshalb ist schnelles Handeln notwendig. 

 

 

 

 

 

 

 

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